Woerle bezahlt Bauern für Klimaschutz

CO2-Fußabdruck senken, Wertschöpfung in der Region erhalten

„Die Art, wie wir jetzt mit unserer Umwelt und den Ressourcen umgehen, beeinflusst die Lebensqualität künftiger Generationen.“ Diese klare Erkenntnis motiviert Gerrit Woerle, den neuen Geschäftsführer der Käserei WOERLE in Salzburg, zu umfassenden Maßnahmen für den Klimaschutz. „Wir wollen unseren CO2-Fußabdruck jedes Jahr um 1.250 Tonnen senken und dabei die maximale Wertschöpfung in der Region halten“, sagt er, denn natürlich geht es auch um die Qualität seines Produktes: „Für uns ist es wichtig, dass es auch in Zukunft beste Milch aus regionalen Familienbetrieben gibt.“

‚Woerle wirkt weiter‘, wie der Name des Nachhaltigkeitsprogramms der seit 1889 bestehenden Käserei lautet. Und das sieht konkret so aus:

50 Euro für eine Tonne CO2
Das Unternehmen lädt alle zuliefernden Milchbauern ein, aktiv den eigenen CO₂-Fußabdruck zu reduzieren. Und das ist Woerle etwas wert: „Wir unterstützen unsere Bauern mit € 50 pro Tonne brutto nicht emittiertem, eingespartem oder neu gebundenem CO₂“. Das ist hoch motivierend, denn am Weltmarkt „kostet“ eine Tonne CO₂ zwischen € 1,5 und € 15. „Mit € 50 pro Tonne CO₂ bezahlen wir den besten Preis in Österreich – das ist eine klare Entscheidung für eine enkeltaugliche Zukunft, für unsere Bauernfamilien und für unsere beste Milch“, so Woerle. Und siehe da: Bis Ende Februar haben die Milchbauern der Region bereits mehr als 100 Projekte angemeldet.

Die Forschungs-Hecke
In Kooperation mit der HBLA Ursprung hat Woerle das nächste Projekt in Angriff genommen: Dabei haben SchülerInnen der Praxisgruppen am landwirtschaftlich genutzten Gelände der HBLA auf einer Länge von insgesamt 320 Metern eine sogenannte „Forschungs-Hecke“ gepflanzt. „Mit dem Heckenpflanzungs-Projekt wollen wir zeigen, dass Klimaschutz für die Landwirte einen Mehrfachnutzen bedeuten kann“, erklärt Gerrit Woerle. „Gerade im Hinblick auf die CO₂-Reduktion ist die Pflanzung von Hecken eine wirksame Maßnahme, da diese meist schnell wachsen und deren Gehölz CO₂ aus der Luft bindet“, ergänzt Dr. Konrad Steiner, Biologe und Lehrender an der HBLA Ursprung. Die gepflanzte Hecke unterscheidet sich von einer normalen Gartenhecke, da sie konkret auf die positive Wechselwirkung zwischen Pflanzen und landwirtschaftlich genutzter Fläche abzielt. Es geht also nicht bloß um Ästhetik, sondern um Bodenfruchtbarkeit, Wasserqualität, Biodiversität und Mikroklima.

Gebrüder Woerle Ges.m.b.H.
A-5302 Henndorf am Wallersee
www.woerle.at

WOERLE sagt Ja! zu einer Ökonomie der Menschlichkeit.

Warum es eine Ökonomie der Menschlichkeit braucht: „Menschlichkeit bedeutet respektvoller und toleranter Umgang miteinander und eröffnet nicht nur die Möglichkeit selber zu wachsen, sondern gleichzeitig auch anderen Kraft zum Wachsen zu geben.“