888 Kilometer Wanderung für eine Wirtschaft, die uns Menschen dient

Am 21. März 2022 startete der Weltenwanderer Gregor Sieböck gemeinsam mit der Allianz der Ökonomie der Menschlichkeit zu einer außergewöhnlichen Wanderung quer durch Österreich.

Die Route, die uns in 40 Tagen durch fünf Bundesländer geführt hat, war exakt 888 Kilometer lang. Den Weg haben 10 Unternehmen bereitet, die bereits mit viel Konsequenz ihre Version der Menschlichkeit in ihren Betrieben leben.

Die Tour zu den Wegbereitern

Die Reise startet am 21. März in Gumpoldskirchen (NÖ), der ersten lebenswerten Gemeinde Österreichs. Ganz im Sinne des vom Gehirnforscher Prof. Gerald Hüther geprägten Begriffs hat sich die Gemeinde entschieden die kommunale Intelligenz gemeinsam zu fördern.

Auf der Wanderung gab es kaum fixen Zeitpläne, in den 40 Tagen haben wir nur 10 Stationen fest eingeplant. Dadurch war der Handlungsspielraum für etwaige Abenteuer und Unvorhergesehenes groß.

Es gab kein geschriebenes Drehbuch und auch keine gebuchten Unterkünfte, sondern einzig und allein die Freiheit Begegnungsräume zu schaffen, um in ehrlichen und nährenden Austausch zueinander zu treten.

Als Eckpfeiler der Wanderung dienten die wegbereitenden Unternehmen für eine Ökonomie der Menschlichkeit. Sie wirken auch als Branchensprecher und zeichnen sich auch dadurch aus, dass sie ihr Wissen an Kolleginnen und Kollegen weitergeben.

Besucht wurden folgende Unternehmen:

Luftburg im Wiener Prater, dem größten Biorestaurant der Welt – Branchensprecher Biogastronomie
ADAMAH-Biohof in Glinzendorf – Branchensprecher bäuerliche Direktvermarktung
Bäckerei Geier in Markgrafneusiedl – Branchensprecher der Bäckerei
Nikolaihof in Mautern, dem ältesten Weingut Österreichs – Branchensprecher Weinbau

Raiffeisen-Umweltcenter in Gunskirchen bei Wels – Branchensprecher Banken
Wimmer schneidert in Schleedorf – Branchensprecher Schneiderhandwerk
Woerle Käserei in Henndorf/Wallersee – Branchensprecher Käser
LP-architektur in Altenmarkt/Pongau – Branchensprecher Architektur/Lebensraumgestaltung

NOVAPECC-Energie – Branchensprecher erneuerbare Energie und Speicherung
Weiss Holzcenter in Flachau – Kompetenz bei Holz – Branchensprecher Holzverarbeitung

Option 2
Option 1

Ein Auszug, der entdeckten Schätze

Durch den freien Raum haben wir viele Schätze entdeckt, wir (oder die Schätze) waren ohne Ankündigung oder Anmeldung einfach da.

Madrisa-Bayer Schneiderei“ in Kleinrötz, die sich immer wieder neu erfindet.
Das österreichische Waldgarteninstitut in Wels, ein Pionier der Permakultur.

Das „demeterGUT Adam“ in Niederthalheim, ein auf solidarische Landwirtschaft aufbauender Demeterhof.
Der berührende Waldkindergarten im Schloss Höch in Flachau.

Die Kramerstub’n 2.0“ in Goldegg/ Weng, ein Juwel der Nah&Frisch Gruppe.
Alfred Silbergasser aus Dorfgastein, er nennt sich „Naturmensch“.

Das Hotel Selina in Bad Gastein, dahinter steht eine weltoffene Familie mit zeitgeistigen Konzept.
Obervellach in Kärnten als besonderer Ort der Begegnung. Die Friedensgallerie von Gudrun Kargl in Obermillstatt und das so besondere in den See gebaute Café KAP 4613 in Millstatt.

Der Weg – ein Beschreibungsversuch

Wir wollten keine Anmeldemöglichkeit, wer da war, war da. Egal wo, egal wie lange und egal wie viele. Diverse Anfragen wann wir denn wo wären und wie lange die Gehzeit ist u.v.m. haben wir konsequent (meist) nicht beantwortet.

Teilweise wussten wir es selbst nicht und wir hatten eingeladen sich voll und ganz einzulassen auf die Wanderung, einfach zu tun und einfach zu sein. Viele wollten nicht verstehen, dass sich mit minimaler Planung Räume öffnen, die sonst nicht da wären.

Sei es das Schlafen, das Essen oder die vielen Begegnungen, die entstanden und so nährend waren. Die Gruppengröße war sehr unterschiedlich und variierte von 8 bis zu 30 besondere Menschen.

Oft haben wir von anderen gehört, wir würden uns gerne anschließen, aber wir müssen doch… womit der sich täglich wiederholende Alltag gemeint war. Und dann gab es wiederrum viele wunderbare Menschen, die sich kurzer Hand anschlossen und in den gemeinsamen Begegnungs- und Entfaltungsraum kamen.

Einmal dabei sind viele wieder gekommen. Auch zum Finale nach Spittal an der Drau, wo wir den Traum einer Wirtschaft, die uns Menschen dient, nicht nur geträumt, sondern auch manifestiert haben.

Alles im Interesse der kleinstrukturierten österreichischen Unternehmen. Mit der Ökonomie der Menschlichkeit bieten wir ein Instrument, um aus der Anonymität zu gehen und sich und die Stärken des Unternehmens, in Verbindung mit Menschlichkeit, zu zeigen.

Meist ein entscheidender Pluspunkt gegenüber global agierenden Unternehmen, die meist nur auf Gewinnmaximierung ausgelegt sind und dem Konsumenten nur kurzfristige Vorteile bringen.

Den mittlerweile ebenfalls stark spürbaren Paradigmenwechsel verstehen wir als Einladung uns als Unternehmen zu verweben, um uns stark und regional als Leuchtfeuer für Menschlichkeit in der Wirtschaft zu positionieren.

Der Weg der Menschlichkeit – er ist real!

Der exakt 888 Kilometer lange und über die (in diesem Falle segensreiche) Technik genau dokumentierte Weg, dient uns als Basis, um den Weg der Menschlichkeit wieder zu gehen, egal wer, egal wie lange und egal wann.

So laden wir auch Unternehmer ein, ihre Entfaltungsprozesse auf diesem Weg, oder einem anderen in der Natur, dem größten und schönsten Seminarraum der Welt zu gehen.

Es hat sich gezeigt, wenn gewohnte Räumlichkeiten verlassen werden, dann ist die Kreativität, die Entfaltungsmöglichkeit viel größer.

Auch wenn der Raum offen ist, ohne Agenda! Und, die Ökonomie der Menschlichkeit ist eine Co-Kreation, ein gemeinsames Entwickeln und Transferieren, das Nutzen der positiven Schwarmintelligenz.

… und noch am Rande, mancherorts am Weg der Menschlichkeit erzählt man sich von einer gewissen Energie, die spürbar in der Luft liegt… für eine Wirtschaft voll Freude, Leichtigkeit und Vertrauen… für eine Wirtschaft, die uns Menschen dient!

Hier geht es zu den Impressionen der Wanderschaft: https://wanderung.menschlichkeit.jetzt/

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